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All of the Above Trail Fest : wenn aus Rennen Inklusion wird

Das All of the Above Trail Fest, getragen von TVOP und Beast Coast Trail Running, bietet einen Wettkampf ohne Podestplätze und mit einem 5K ohne Zeitmessung, um das Event wieder stärker auf das Ankommen und die Verbindung zur Natur auszurichten.

All of the Above Trail Fest : wenn aus Rennen Inklusion wird
Bildnachweis: Trail Runner Mag — Foto aus dem Quellartikel

All of the Above Trail Fest (AOTA) hat am 29. August 2026 seine vierte Ausgabe gefeiert, getragen von einer Zusammenarbeit zwischen The Venture out Project (TVOP) und Beast Coast Trail Running. Die Veranstaltung dient als Fundraiser für TVOP, einen Verein, der Rucksackausflüge und Exkursionen für queer und trans Menschen organisiert – mit dem Ziel, Outdoor-Räume einladender und zugänglicher zu machen.

Das Rennen fand am Start und Ziel am Fuße des Northfield Mountain statt; die Strecke umfasste ein 20K, das während des Wettkampfs zweimal hinaufgeführt wurde. Das Gelände war geprägt von 2.500 feet Höhendifferenz auf verwurzelten und felsigen Trails, typisch für Neuengland – in einem Setting, in dem die Idee nicht nur war, das Ziel „zu knacken“.

Das AOTA hat bewusst die Bedeutung des Wettkampfs verschoben: Es gibt keine Zielfahne und, noch breiter gefasst, keine Podestplätze. Im 5K gibt es „keine Zeit“, und das Event setzt stattdessen auf ein 20K „prediction run“ sowie einen 5K Run & Walk ohne Zeitnahme, dazu einen kids’ fun run.

Um die Bedeutung des Rankings zu entschärfen, ist der Gewinner des 20K „prediction run“ nicht die Person, die als Erste über die Ziellinie geht: Es ist der Athlet, dessen Vorhersage der Ankunftszeit am genauesten ist. Hinzu kommt das Fehlen von geschlechtsspezifischen Kategorien, da die Geschlechtsangaben bei der Anmeldung nicht erhoben wurden.

Inklusion spielt auch bei der Gestaltung der Anmeldung eine Rolle: Das Rennen setzt auf RunReg, um die Erhebung von Angaben zur Geschlechtsidentität zu verhindern. Amy Rusiecki erklärt, das Ziel sei gewesen, dass Menschen bei der Registrierung ihre Geschlechtsidentität nicht einmal angeben müssten, und gibt an, dass RunReg garantiert habe, dass diese Informationen nicht gesammelt würden.

Schließlich stellt die Veranstaltung Praktiken in den Vordergrund, bei denen das Tempo nicht dem entspricht, was man bei einem klassischen Rennen erwartet: Im 5K bewegen sich Andrew und Tyler – die jedes Jahr für AOTA stricken – voran, ohne zu versuchen, die Uhr zu schlagen. Ihr Ansatz soll zeigen, dass langsames Gehen und das Genießen ebenfalls Teil des Erlebnisses sind: statt auf Performance zu setzen, steht das Entdecken des Ortes, das Sammeln von Steinen und das Malen im Vordergrund.

OriginalveröffentlichungTrail Runner Mag • Zusammenfassung und Einordnung von 7RUN
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